Seniorin 2019 | 1

Jedes Tier pflegt seinen eigenen Schlafrhythmus

Allein sein ist nicht schön, für niemanden. Zumindest dann nicht, wenn man es sich nicht selbst ausgesucht hat. Während die meisten von uns in jungen Jahren über ein grosses Netzwerk mit vielen Freunden und Familie verfügten, dünnt dieses mit den Jahren immer mehr aus.

Der Tag-Nacht-Rhythmus verschiebt sich, wir werden immer mehr zu Morgenmenschen, wachen oft schon mitten in der Nacht auf. Dabei brauchen wir nicht etwa weniger Schlaf als früher, nur einfach anders, d.h., nicht nur die Anzahl Stunden, die wir schlafen, bestimmen über unser (Un-)Wohlsein, auch der Schlafrhythmus spielt eine entscheidende Rolle. Wer nun denkt, das sei ein typisch menschliches Thema, der irrt sich.

Der Schlafbedarf von Fruchtfliegen etwa gleicht dem der Menschen und auch sie leiden im «Alter» häufiger an Schlafstörungen. Andere Tiere hingegen brauchen deutlich mehr, wieder andere viel weniger Schlaf als Menschen. Bei Braunen Fledermäusen etwa sind es satte 20 Stunden pro Tag. Der australische Laubfrosch Cyclorana alboguttata verschläft sogar 3 Jahre seines Lebens! Ein ausgesprochener Kurzschläfer dagegen ist die Giraffe, mit nur 1 bis 2 Stunden pro Tag. Katzen und Hunde hingegen brauchen etwa 16 Stunden, dies ist aber auch abhängig von Alter und Grösse.

Diese Angaben bedeuten nun aber nicht, dass die Langschläfer 20 Stunden im Tiefschlaf verbringen. Gemäss Wikipedia ist Schlaf definiert als «ein Zustand der äusseren Ruhe bei Menschen und Tieren». Schlaf bedeutet also nicht zwingend, komplett «weggetreten» zu sein. In der Natur finden sich zudem ganz unterschiedliche Schlafformen. Manche Vögel «schlafen» im Flug. Bei Delfinen hingegen schläft immer nur eine Hirnhälfte, die andere wacht. Viele Tiere haben zudem – wie wir Menschen – einen eigenen Schlafrhythmus. Manche sind dämmerungs- und nachtaktiv, andere wiederum sind ausgesprochene Frühaufsteher. Und wie bei uns Menschen auch, kann eine Störung dieser «biologischen Uhr» zu gesundheitlichen Problemen führen.

Von Hunden etwa ist bekannt, dass sie ihren natürlichen Schlafrhythmus unterdrücken und sich stattdessen den Wachzeiten ihrer Familie anpassen. Katzen haben es da etwas einfacher, sie holen sich ihren Schlaf einfach. Für Tierhalter/-innen ist es daher besonders wichtig, den Rhythmus ihres Schützlings zu kennen und diesen zu respektieren. Wer viel mit seinem Hund unternimmt, sollte besonders auf genügend Ruhephasen achten. Fixe Zeiten helfen da sowohl Mensch als auch Tier.

Achten Sie deswegen bei Ihren Haustieren auf den natürlichen Schlafrhythmus. Hamster z.B. sind nacht-aktiv. Wer sie tagsüber ständig weckt, gefährdet nicht nur ihre Gesundheit, sondern darf sich nicht über ein bissiges Tier wundern … In diesem Sinne: Gute Nacht!

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