Buchtipp: Wissen, verstehen und handeln

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Die Kommunikationsfachfrau Claudia Graf-Grossmann hat in ihrem Buch «Über Reste und zu Taten» viele Fakten zum Thema Food Waste, und wie man es vermeiden kann, zusammengetragen. Sie wirft «indiskrete Blicke in fremde Einkaufskörbe, Kühlschränke, Mülltonnen und Grüncontainer.» Sie befragt aber auch Restaurants, Hotels, Fluggesellschaften und Betreiber von Kreuzfahrtschiffen, wie sie mit dem «Thema Essensreste umgehen».

Entstanden ist ein vielseitiges Sachbuch, das sich spannend wie eine fortlaufende Geschichte liest. Eine Story, in der es um guten Willen und Zielkonflikte geht. Nicht nur um Food Waste, sondern auch um Food Saving. Denn die Autorin zeigt auf, wie es vermeidbare und unvermeidbare Lebensmittelverluste gibt. Es werden Initiativen und Institutionen vorgestellt, die sich alle dem Ziel verschrieben haben, weniger wegzuwerfen und all das zu nutzen, was verwertbar ist.

Die Autorin, die ihr Buch allen widmet, die «nicht wegschauen» wollen, gibt Informationen zum Anbau und der Produktion von Lebensmitteln und den Verlusten zwischen Feld und Teller. Besonders gross ist dieser beim Fischfang, wo allein durch den Beifang, also jene Fische, die beim Fang zwar mitgenommen, aber nicht verwendet werden können, bis zu einem Viertel hochschnellt.

Neben vielen praktischen Tipps und Anleitungen lässt Claudia Graf-Grossmann auch Personen zu Wort kommen, die selber als Food Saver unterwegs sind: Küchenchefs und Restaurantleiter, Journalistinnen und Innovatorinnen. Sie zeigen, wie kreativ Lösungen sein können, wenn es darum geht, «Taten statt Reste» zu produzieren.

Das Buch eignet sich für alle, die rasch eine gute Übersicht möchten. Es erklärt und berät, ist also spannend für alle, die sich mit diesem Thema eingehend beschäftigen will.

Claudia E. Graf-Grossmann,
«Über Reste und Zu Taten»,
rüffer&rueb, Zürich, 2018

 

 

 

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