Juraparkwanderung: Linde – Täli – Vogelpark

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Wandern ist ein beliebter Volkssport. Auch jüngere Generationen haben die einheimischen Berge und Landschaften entdeckt. Und ältere Menschen sind sowieso Wanderfreunde. Deshalb führen wir eine neue Rubrik ein: Wandertipps. Die erste Wanderung führt uns in den Jura.

 

Zwischen Aare und Rhein hat der Aargauer Jura viel zu bieten. Seit 2012 befindet sich hier ein regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung (www.jurapark-aargau.ch). Das ländlich geprägte Wanderland ist von vielen Buchenwäldern, von Acker, Reben, Wiese und Obstbau geprägt. Die Naturlandschaft hat Täler und Tälchen, Hügelland und schroffen Fels sowie markante Grate bis hinunter  zu den Flusstälern.

Wir starten unsere Wanderung bei der Bushaltestelle Neustalden auf der Bözberg-Passhöhe. Hier kann auch das Auto parkiert werden. Wir gehen Richtung Linn, ein Ortsteil der Gemeinde Bözberg, mit rund 150 Einwohnern, ein kompaktes Dorf und die Linde als Wahrzeichen. Der Baum ist gegen 800 Jahre alt und mit elf Metern Stammumfang ein sagenumwobener Baumriese.

In der Weitsicht präsentieren sich Brugg/Windisch, die Lägern, Schloss Habsburg und über der Weite des Bözbergs, das Alpenpanorama. Über wenige Kehren gelangen wir quer durch das Dorf auf dem Feldweg talwärts in das idyllische Sagimülitäli. Der Steinbruch, heute ein besonderes Biotop, war einst Gesteinslieferant für den Bözbergtunnel beim Bahnbau von 1875. Bach und Teich laden zum Verweilen ein, und wenige Meter weiter stürzt der Linnerbach über fünfeinhalb Meter in die Tiefe. Kurz danach erinnert der Infanteriebunker von 1940 als Talsperre an düsterere Zeiten. Im Täli wandern wir dem Bach entlang bis zur ehemaligen Bahnstation Effingen. Hier ist der zweite Bözberg-Bahntunnel vor der Fertigstellung. Der alte Tunnel wird als Sicherheitsstollen erhalten bleiben. Mit der direkt daneben liegenden N3, wo «alles Motorisierte in den Tunnel braust», zeigt sich augenfällig der nötige Schutz der Wanderroute durch Anpassung der Strassenführung, was erst nach zähem Ringen gelang. Nach rund 30 Minuten können wir das Dorf Zeihen erreichen.

Im Gasthof Rössli inmitten des Dorfes halten wir Rast oder wenige Meter vom Dorfkern entfernt beim vielbesuchten Vogelpark (www.vogel­park-ambigua.ch), wo auch ein Kiosk bedient wird. Die Haltestelle für den Postbus liegt im Mitteldorf, und wir können mit dem ÖV über Effingen wieder auf den Bözberg gelangen. Die Route ist gemütlich in in zwei bis drei Stunden, je nach Verweildauer, leicht zu schaffen und ist fast durchwegs kinderwagentauglich.

Ein naheliegendes Angebot
Im Wanderbüchlein «Naheliegend» beschreibt Peter Bircher 40 Wanderungen mit Bildern und Kartenausschnitten, welche die Vielfalt zwischen Aare und Rhein aufleuchten lassen. Im Zeichen des 10-jährigen Bestehens des Jurapark Aargau ist diese interessante Broschüre kostenlos erhältlich. Ein Einzahlungsschein für eine freiwillige Spende liegt der Sendung bei und fliesst in den Sammeltopf für den Ausbau und Unterhalt der «Perimuk-Familien- und Kinder-Erlebniswege» im Jurapark.

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